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Haarausfall

Haarausfall muss nicht immer gleich krankhaft sein!

Jeder hat es bestimmt schon mal erlebt, dass nach dem Kämmen oder Föhnen einzelne Haare zurückblieben. Doch Grund zur Panik ist nicht immer gegeben. So ist es normal, dass ein Mensch zwischen 60-100 Haare am Tag verliert. Krankhaft ist es erst dann, wenn sich der Haarausfall nicht gleichmäßig auf alle Kopfpartien verteilt, sondern sich an einigen Stellen konzentriert(Alopecia Areata) oder Haare nur am Oberkopf ausfallen (androgenetischer Haarausfall).
Beim Alopecia Areata oder auch dem so genannten "kreisrunden Haarausfall" beginnt der Haarausfall an bestimmten Stellen und setzt sich dann in runder Form um die betreffende Stelle fort. Auch findet man im Randbereich des Kopfes Haare die stark strukturgeschädigt sind. Mit etwa 1,4 Mio. Deutschland weit betroffenen Menschen zählt diese Form des Haarausfalls zu den häufigsten Haarfallserkrankungen. Die Krankheit ist nicht von Geburt an zu erkennen, so bricht sie meist erst zwischen 20 und 30 aus.
Über die Ursachen der Krankheit sind sich die Forscher noch nicht einig. So nimmt man z.B an, dass die Krankheit auf einer Autoimmunkrankheit des Körpers zurückzuführen ist. Dabei greifen die "Abwehrzellen" die eigene Haarwurzeln an, weil sie diese als fremd ansehen. Dies führt dann zur einer Entzündung welches das Haarwachstum negativ beeinflusst und schließlich zum Haarausfall führt. Auch wenn bei manchen Menschen diese Form der Krankheit nur eine vorübergehende Erscheinung hat, kann es bei manchen Fällen sogar zu einem kompletten Haarverlust (einschließlich der Körperbehaarung) kommen.
Da es sich bei dieser Krankheit um eine Abwehrreaktion des Körpers handelt, beginnt man bei dem Patienten mit einer topischen Immuntherapie. Dabei bekommt der Betroffener Stoffe injiziert auf die der Körper allergisch reagiert. Somit wird das Immunsystem von Angriff der Haare abgelenkt. Dennoch liegt die Erfolgsquote bei dieser Behandlung bei nur circa 60 Prozent.
Beim androgenetischen Haarausfall wird durch das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) hervorgerufen. DHT ist ein Abbauprodukt des männlichen Hormos Testosteron. Durch eine zu hohe Konzentration des Hormons sowie einer Überempfindlichkeit des Körpers wird die Wachstumsphase des Haares verkürzt. Trotz gesunden Haarwurzeln findet ein verlangsamtes Haarwachstum statt. Diese Form des Haarausfalls tritt überwiegend bei Männern auf und ist zumeist erblich bedingt. Bei dem androgenetischen Haarausfälle werden Medikamente eingesetzt die entweder die Produktion des DHT stoppen oder dessen Wirkung verhindern.

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